mein Tipp

«Ist die Streitkultur in einem Vorstand offen und positiv, strahlt das Motivation nach Aussen aus. Wichtig ist auch die Sitzung mit einem guten Gefühl zu verlassen. So wird man immer wieder Neumitglieder finden, die mithelfen wollen.»

Name
Priska Zemp

Funktion im Verein
Präsidentin

Portrait

«Mein Ding war von Anfang an die Vorstandsarbeit. Zuerst auf Stufe Verein, danach auf Stufe Kanton. Verbandspolitik ist Richtlinien festlegen, Strategien entwerfen, dann kommunizieren und in Zusammenarbeit mit den Vereinen umsetzen – das ist einfach spannend! 1993 wurde ich Mitglied im Samariterverein Hergiswil, aber gleich mit Vorstandsmandat und -aufgabe. Es brauchte jemanden, der Protokolle schreiben kann. Heute würde ich sagen: Wenn man etwas bewegen will, muss man im Vorstand sein. Den Jungen sage ich immer: Wir geben unsere Freizeit, aber wir bekommen auch viel zurück. Letztlich ist es auch eine Weiterbildung. Heute achten wir sogar darauf, dass unsere Nachwuchskräfte Weiterbildungs-Zertifikate erringen können. Jedenfalls: man lernt unglaublich viel! Man lernt, mit den verschiedensten Menschen zusammen zu arbeiten. Es geht um Werte und um Wertschätzung. Teamarbeit ist wichtig, den anderen ernst zu nehmen und zuhören zu können. In der Vorstandsarbeit versuche ich, eine Art Wohlgefühl zu vermitteln. Dazu braucht es eine offene und sachliche Gesprächskultur. Jeder will integriert sein und ernst genommen werden. Und gleichzeitig darf man nicht ausser acht lassen, worum es in der Sache geht. Vor vielen Jahren habe ich einmal ein Buch mit dem Titel 'Führen mit Kopf und Herz' gelesen. Das ist genau meine Linie. Im Vorstand sind wir nur zu sechst. Aber das Kader umfasst 15 Personen. Da braucht es immer wieder auch Vermittlung. Ich arbeite 80 Prozent bei der Caritas Schweiz im administrativen Bereich. So kann ich meine Talente und Interessen verbinden. Und dann bin ich ja auch noch aktive Grossmutter mit zwei kleinen Enkeln. Nur das Bergsteigen kommt heute zu kurz. Immerhin gehe ich walken, wenn ich dazu komme, oder ich steige auf mein Bike. Das Präsidium verlangt schon sehr viel Einsatz. Dennoch: Einmal im Jahr gehe ich aufs Stanserhorn! Das muss einfach sein. »